Die Blockflöte
Geschichte
Schon in prähistorischen Zeiten bauten Menschen Flöteninstrumente. In der chinesischen Provinz Henan fanden Archäologen rund 9'000 Jahre alte Knochenflöten. Einzelne lassen sich sogar noch spielen.

Die Wurzeln der heutigen Blockflöte mit sieben Grifflöchern vorne und einem Daumenloch hinten liegen im Mittelalter. Ursprünglich für die Volksmusik der Spielleute entwickelt, fand das Instrument aber bald auch bei Kunstmusikern Beachtung.

Das 16. Jahrhundert erwies sich in Europa als Blütezeit der Blockflöte; in Königshöfen, Fürstenschlössern und Bürgerhäusern genoss sie höchstes Ansehen. Das bezeugen nicht zuletzt umfangreiche Sammlungen, die der englische König Henry VIII., Raymond Fugger, die Stuttgarter Hofkapelle oder der österreichische Kaiser Maximilian anlegten.

Sylvestro Ganassi verfasste 1535 die Flötenschule »La Fontegara«; ein Werk, das von hoher Kunstfertigkeit zeugt und noch heute Maßstäbe setzt.

Früh experimentierten die Instrumentenbauer auch mit Blockflöten in verschiedenen Stimmlagen. Sie ermöglichten das Zusammenspiel im »Consort«.
Bereits 1619 bildete Michael Praetorius in seiner »Syntagma musicum« neun Blockflötengrößen ab: vom Garklein bis zum Großbass!

Im Lauf des 17. Jahrhunderts entwickelte sich die barocke Bauform der Blockflöte; äußerlich meist kunstvoll gedrechselt, dreiteilig und mit einer Innenbohrung, die sich nach unten verjüngt. Sie entstand aus dem Bedürfnis nach solistischerem Klang, erweitertem Tonumfang und besserer Spielbarkeit in entfernteren Tonarten. Die Stimmlage des Alt wurde bevorzugt. Berühmte Flötenbauer jener Zeit waren unter anderen Hotteterre in Paris, Denner in Nürnberg und Stanesby in London.

Im 18. Jahrhundert wuchsen Orchester und Konzertsäle; dem war die Blockflöte mit ihrer bescheidenen Lautstärke und chromatischen Spielbarkeit nicht gewachsen. Nach und nach verschwand sie aus dem Konzertleben, um als Hausmusikinstrument in bürgerlichen Kreisen ein bescheideneres Dasein zu fristen.

Arnold Dolmetsch in England und die deutsche Jugendbewegung weckten die Blockflöte im 20. Jahrhundert wieder aus dem Dornröschenschlaf. Das Interesse an alter Musik, zum Teil auf Originalinstrumenten gespielt, und ihre Einführung durch Carl Orff in die Musikpädagogik, erhoben sie in kurzer Zeit zum meistgespielten Instrument.
Quelle: Fa. Huber
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