Die Blockflöte
Verwandte Instrumente
| Flagolett (Tin Whistle) | Gemshorn | Okarina
Die Blockflöte gehört zu den Schnabelflöten.
Das sind Blasinstrumente, bei denen das Mundstück in den Mund genommen wird. Die Luft wird durch eine so genannte Kernspalte auf eine Schneidekante gelenkt und bricht sich dort.
Zu den Schnabelflöten zählen auch:
Die Tin Whistle,

oder auch Penny Whistle, ist eine kleine Schnabelflöte aus Blech mit sechs Grifflöchern. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war der Name Flageolett gebräuchlich. Die Tin Whistle stammt von der Fippleflöte ab, welche ihren Namen vom Mundstück (fipple) bezieht, das einen schmalen Luftstrom auf eine scharfe Kante richtet. Traditionell ist die Tin Whistle auf "D" gestimmt. Es gibt sie aber auch in allen anderen Tonarten.

Bauweise:

Die meisten heute gebräuchlichen Tin Whistles bestehen aus einem Messingblechzylinder und einem Plastikmundstück. Bekannte Hersteller solcher Modelle sind u.a. Generation, Feadog, Soodlum's, Oak und Acorn. Daneben gibt es die an der klassischen Form angelehnten Modelle von Clarke aus einer konischen Blechröhre. Ein Holzkeil in der größeren Öffnung bildet hier das Mundstück. Eine relativ junge Entwicklung sind die durchgängig aus Metall - meist Aluminium - gefertigten Low Whistles.

Spieltechnik:

Die Tin Whistle wird mit den mittleren drei Fingern beider Hände gespielt. Dabei deckt die linke Hand die oberen Löcher ab, die rechte Hand die unteren. Sind alle Löcher geschlossen, erhält man die Tonika. Mit dem offenen untersten Loch ergibt sich die große Sekunde. Mit jedem weiteren geöffneten Loch ergibt sich das nächste Intervall. Nach der Septime schließt man wieder alle Löcher und erreicht die Oktave durch stärkeres Blasen. Die Tin Whistle ist eigentlich ein diatonisches Instrument. Dennoch lassen sich auch Halbtonschritte erzeugen, indem das unterste Fingerloch nur halb geschlossen wird. Der Standard-Tonumfang einer Tin Whistle beträgt zwei Oktaven. Je nach Instrument und Können sind aber auch bis zu zweieinhalb und mehr Oktaven möglich.

Die Tin Whistle ist ein relativ leicht zu erlernendes Instrument und galt lange Zeit als Kinderinstrument. Erst im Zuge des Irish Folk Revivals der 1960er Jahre setzte sie sich auch als Bühneninstrument im größeren Maßstab durch. Heute ist die Tin Whistle eines der beliebtesten Volksinstrumente in Irland und besitzt vor allem für die Genres Irish Folk, Folk und gelegentlich auch noch Mittelaltermusik Bedeutung.

Quelle: Wikipedia
Das Gemshorn

ist eine im Mittelalter bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts gespielte Schnabelflöte deren Korpus aus einem Tierhorn gefertigt wurde. Es sind keine Originale aus der Zeit erhalten, in der es verwendet wurde. Vorhanden sind jedoch Abbildungen, vor allem im 'Musica getutscht und außgezogen'  des Sebastian Virdung von 1511. Gemshörner werden meist aus einem Kuhhorn hergestellt. Rekonstruktionen des Gemshorns werden heute wieder zur Aufführung alter Musik gebaut.

Das Gemshorn greift sich ganz ähnlich wie die Blockflöte (Ganassi-Flöte), wirkt aber als gedackte Pfeife. Das ermöglicht die Wiedergabe tieferer Blockflötenpartien bei relativ bequemer Griffweise. Gleich tiefe Blockflöten (Bass, Großbass, Subbass) sind demgegenüber sehr groß und unhandlich. Dafür ist ein Überblasen nicht möglich, was einen relativ bescheidenen Tonumfang zur Folge hat. Das Gemshorn ist auch in der Ansprache eine echte Blockflöte. Doppel-, Tripel- und Flatterzunge sind (z.B. bei Verzierungen) möglich.

Dennoch gibt es eine Fülle von Partien die auf Gemshörnern ausgeführt werden können, z.B. im Liber Fridolini Sichery, also von Komponisten wie Isaak, Ockeghem, Obrecht, Agricola etc. Praktisch in jedem Stück des Pariser Tanzbuches von 1530 des Pierre Attaingnant ist das Gemshorn einsetzbar, meist als Ensembleinstrument.

Geschichte:

Gebaut wird das Gemshorn heute meist in vier Größen, Sopran in C mit dem Tonumfang c'-d", Alt in F, mit dem Tonumfang f-g', Tenor in C mit dem Tonumfang c-d' und Bass in F mit dem Tonumfang F-g. Dazu treten gelegentlich Sopranino in F und Großbass in C.

Im 'Musica getutscht und außgezogen' des Sebastian Virdung sind nur zwei Gemshörner abgebildet, offensichtlich die in der mittleren Lage. Es gibt ab 1500 zwar einige Kompositionen für Gemshornquartett, z.B. Pavana 9 und Gailarda 10 aus der "Musique de Joye" von Jacques Moderne. Jedoch kann hier die Tenorstimme von einem zweiten Altgemshorn ausgeführt werden.

Für die dreistimmigen Werke, etwa von Adam de la Halle bis Francesco Landini ergibt sich die Verwendung von Gemshörnern in G, F und C. Ein Gemshorn in G hätte den Vorteil, dass, anders als beim Krummhorn, wegen der großen Grifflöcher ein Halbdecken bei B-Tonarten, z.B. g-dorisch, leichter möglich wäre. Es ist aber nicht handelsüblich.

Im 'Syntagma Musicum' des Michael Praetorius von 1619 wird das Gemshorn nicht mehr erwähnt. Heute findet man Gemshörner gelegentlich auch in der bairischen Stubenmusi (echte bayrische Volksmusik).

Bauweise:

Das Gemshorn besteht aus einem ausgehöhlten Tierhorn in dessen breites Ende das Labium geschnitten wird. Außerdem werden Grifflöcher wie bei der Blockflöte in das Instrument gebohrt. Die Öffnung wird mit einem Schnabelmündstück aus Gips verschlossen und mit einem Lederüberzug versehen wird, wobei ein Windkanal entsteht. Manche Instrumentenbauer bieten Instrumente auch mit einem Schnabel aus Holz an.

Quelle: Wikipedia
Die Okarina

ist ein diatonisches, einteiliges Blasinstrument (Gefäßflöte) aus gebranntem oder getrocknetem Ton oder aus Terrakotta und gehört, wie die Blockflöte, zu den Schnabelflöten.

Sie wird mit beiden Händen gespielt und hat je nach Modell 4 bis 10 Löcher. Die Inka-Okarina hat auf der Vorderseite 4 Löcher, auf der Rückseite 2 (für die Daumen).

Geschichte:

Experten glauben, Okarinas seien über 12.000 Jahre alt und wurden bereits von den Mayas, Inkas und Azteken gespielt. Dort hatten sie meist die Form von Vögeln oder anderen Tieren, während die Okarinas im alten China eher eiförmig waren.

Heute wird die Okarina vor allem in der deutsch-österreichischen Volksmusik benutzt und ist, nachdem sie von einem Italiener modifiziert wurde, länglich und ähnelt in der Form einer Rübe.


Quelle: Wikipedia
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