Die Blockflöte
Witziges
Bei allem Ernst, mit dem ich mich für die Veränderung des Blockflötenimages einsetze, sollte man doch nie verlernen über sich selbst und sein Instrument zu lachen!
Zeichnung von Mathias Jan Daxner
Die Blockflöte und das deutsche Sprichwort
von
Prof. a.D. Ingolf Henning
Universität Osnabrück
Fachbereich 3 - Musik / Musikwissenschaft
In der deutschen Sprache gibt es einige hundert Sprichwörter und Redewendungen.
Neuere Forschungen haben ergeben, daß ein nicht unbeträchtlicher Teil davon ursprünglich etwas mit der Flöte zu tun hatte.
Die Rede ist von der gemeinen Blockflöte oder flaute ordinärio. Wenn in den folgenden Beispielen von Flöte gesprochen wird, ist also immer die Blockflöte gemeint, die in der Vulgärsprache auch noch unter verschiedenen anderen Namen vorkommt.
Ich nenne einige:
Beißholz / Hustenröhre / Spucknudel / Schluckaufstengel / Blasrohr / Asthmakeule / Quietschenstöckchen / Heulholz / Lochprügel / Sabberpfeife oder Barockschnuller
Es folgt nun eine Auswahl von Sprichwörtern in ihrer ursprünglichen, also flötenhaften Gestalt.
- Die C-Flöte ist aller Laster Anfang.
- Eine C-Flöte kommt selten allein.
- Wer die Altflöte nicht ehrt, ist die neu nicht wert.
- Wie man in die Flöte hineinlullt, so tropft es heraus.
- Was ist schlimmer als eine Flöte? Ein Flötenduo.
- Was ist schlimmer als ein Flötenduo? Eine Kreissäge.
- Eine Flöte zerfällt in 2 - 3 Teile, je nach Härte des Schülerschädels.
- Wer anderen eine Flöte schenkt, ist selbst gemein.
- Mit vollem Mund kann man schlecht flöten.
- Flötenstund hat Holz im Mund.
- Je später die Flöte, desto besser der Abend.
- Flöten am Morgen bringt Kummer und Sorge.
- Flöten am Abend klingt quiekend und und schabend.
- Einer geschenkten Flöte schaut man nicht in die Löcher.
- Flöten lieben kurze Finger.
- Bescheidenheit ziert jede Flöte, das wußte schon der alte Goethe.
- Nur wer die Flöte kennt, weiß, was ich leide.
- Zu viele Flöten verderben das Trommelfell.
- Im Quartett geht alls flöten.
- Wer die Zähne zusammenbeißt, hat bald keine Flöte mehr.
- Wer nicht hören kann, soll flöten.
- Es wird nichts so heiß geflötet, wie es aus dem Loch kommt.
- Wenn die Flöte kräht lauter Mist, flüchtet der Hahn, oder bleibt, wo er ist.
- Flöten, flöten, nur nicht heute, sagen alle klugen Leute.
- Die Flöte geht so lange zwischen die Zähne, bis sie zerbricht.
- Der Gläubiger versetzt Berge von Flöten, meist im Pfandhaus.
- Viel Flöten sind der Zuhörer Tod.
- Besser Blasen am Fuß, als Blasen in die Flöte.
- Ihm ist die Zunge in der Flöte steckengeblieben.
- Wer die Flöte hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
- Wer zuletzt flötet, über den lacht man am besten.
- Was Hänschen nicht flötet, bleibt Hans erspart.
- Kleine Flöten spielen auch Mist.
- Aus dem letzten Loch pfeifen.
- Wer Wind sät, wird Pfiffe ernten.
- Geschwindigkeit ist beim Flöten Hexerei.
- Wer langsam flötet, hat am Ziel keine Luft.
- Mit den Flöten heulen.
- Flötisten haben mehr Ahnung vom Tuten als vom Blasen.
- Die Axt im Haus erspart den Flötenbauer.
- Den Kindermund macht Flöten wund.
- Was eine Flöte werden will, nervt beizeiten.
- Flötenklang ist aller Laster Anfang.
- Was du nicht willst, das man dir tu', das füge deiner Flöte zu.
- Weihnachtswunsch eines Fünfjährigen:
  Lieber Gott, mach mich fromm, daß ich keine Flöte bekomm!
Zeichnung von Mathias Jan Daxner
Quelle für die Bilder: Kalender der Jahre 1996 + 1999 der Fa. Danner Musikinstrumente, Linz

 

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